Themenwelt Kompetenz

Grundlagen der Kommunikation

Kommunikation ist das wichtigste Werkzeug im Vertrieb, wird aber am häufigsten unterschätzt. Dieses Seminar legt das Fundament: von den Grundprinzipien der Kommunikation nach Watzlawick und dem Sender-Empfänger-Modell über die Ursachen von Missverständnissen und Gesprächseskalationen bis zu acht strategischen Fragetypen für die Gesprächssteuerun...

Dauer
1 Tag
Format
Schulung
Durchführung
Präsenz
Gruppe
3–8 TN

TRAINING-STECKBRIEF

Titel: Grundlagen der Kommunikation Kategorie: Sales Architecture 360° | Gesprächs- und Vertriebskommunikation Niveau: Grundlagen bis Aufbau Zielgruppe: Vertriebsmitarbeitende, Innendienstmitarbeitende, Führungskräfte und alle, die täglich mit Kunden, Kollegen oder Interessenten kommunizieren und wirkungsvoller, sicherer und bewusster in Gesprächen werden wollen Dauer: 8,5 Stunden Netto-Schulungszeit (Pausen nicht eingerechnet) Format: Präsenzseminar | strukturiert mit Praxisübungen und Transferaufgaben | optional mit KI-Booster

WARUM DIESES TRAINING?

Kommunikation gehört zu den am häufigsten genannten Kompetenzen in Stellenanzeigen. Sie gilt als selbstverständlich, wird selten systematisch geschult und ist trotzdem die häufigste Ursache für Missverständnisse, Gesprächseskalationen, verlorene Aufträge und zerbrochene Kundenbeziehungen.

Das Problem liegt nicht im Willen zur guten Kommunikation, sondern im fehlenden Verständnis dafür, wie sie funktioniert. Warum kommt dieselbe Aussage bei drei verschiedenen Menschen dreifach unterschiedlich an? Warum eskalieren Gespräche, obwohl keine Seite Streit wollte? Warum liefert eine Frage keine Information, sondern einen Widerstand?

Dieses Seminar beantwortet diese Fragen nicht mit Theorie, die man nach dem Training vergessen hat, sondern mit einem Modell, das sofort auf den eigenen Vertriebsalltag angewendet werden kann. Die Teilnehmer lernen, was in jedem Gespräch tatsächlich passiert, warum es oft nicht das ist, was beabsichtigt war, und wie sie ihre eigene Wirkung bewusst steuern.

LERNZIELE

Nach dieser Schulung können die Teilnehmer:

  • die Grundprinzipien der Kommunikation nach Watzlawick erklären und auf eigene Gesprächssituationen anwenden (Inhalts- und Beziehungsaspekt, Man kann nicht nicht kommunizieren)
  • das Sender-Empfänger-Modell nutzen, um zu verstehen, warum Botschaften unterschiedlich ankommen, und welche Rolle Persönlichkeitsstruktur, Moral, Kultur, emotionaler Zustand und Bildungsstand dabei spielen
  • die sechs häufigsten Störfaktoren im Kommunikationsprozess benennen und Maßnahmen zu ihrer Reduzierung entwickeln
  • typische Missverständnismuster erkennen und Gesprächseskalationen frühzeitig entschärfen
  • acht Fragetypen bewusst und situationsgerecht einsetzen: offene W-Fragen, geschlossene Fragen, Bedarfsfragen, Rechtfertigungsfragen, Prüffragen, Gegenfragen, hypothetische Fragen und Suggestivfragen
  • Fragestrategien für verschiedene Gesprächsphasen entwickeln (Bedarfsermittlung, Einwandbehandlung, Abschluss, Reklamation)
  • Körpersprache lesen und einordnen: äußere Erscheinung, Haltung, Gestik und Mimik als eigenständige Kommunikationsebene verstehen
  • die eigene nonverbale Kommunikation bewusst steuern, damit Körpersprache und verbale Botschaft dieselbe Richtung zeigen

INHALTE

MODUL 1: Kommunikation verstehen — Grundprinzipien und Axiome

Kommunikation ist kein linearer Übertragungsvorgang, sondern ein komplexes Wechselspiel zwischen zwei Menschen mit unterschiedlicher Geschichte, unterschiedlichen Erwartungen und unterschiedlichen Filtern. Das Modul legt das theoretische Fundament mit den Axiomen von Paul Watzlawick: Man kann nicht nicht kommunizieren, da jedes Verhalten Botschaftscharakter hat. Jede Kommunikation hat gleichzeitig einen Inhaltsaspekt (was gesagt wird) und einen Beziehungsaspekt (wie es gesagt wird, und was der Sender damit über seine Beziehung zum Empfänger aussagt). Das Beziehungsaspekt überlagert in Konfliktsituationen den Inhaltsaspekt fast vollständig. Die Teilnehmer analysieren eigene Kommunikationssituationen auf diese Muster hin.

MODUL 2: Das Sender-Empfänger-Modell — Botschaft und Wirklichkeit

Wenn eine Nachricht gesendet wird, ist die Arbeit noch nicht getan. Zwischen dem, was der Sender meint, und dem, was beim Empfänger ankommt, liegt ein komplexer Dekodierungsprozess. Das Modul vermittelt anhand des Gordon-Modells (der Sinn einer Kommunikation liegt in der Reaktion, die sie auslöst), welche Faktoren die Dekodierung beeinflussen: Persönlichkeitsstruktur, moralische Überzeugungen und Wertvorstellungen, soziales Umfeld, emotionaler Zustand, Überzeugungen und Vorurteile, Kultur sowie Bildungsstand und Bildungsart. Die Teilnehmer entwickeln ein Bewusstsein dafür, welche dieser Filter bei ihren wichtigsten Gesprächspartnern besonders stark wirken.

MODUL 3: Störungen und Missverständnisse — Ursachen erkennen, Eskalationen vermeiden

Missverständnisse entstehen nicht aus Böswilligkeit, sondern aus Wahrnehmungs- unterschieden und Kommunikationsbarrieren. Das Modul zeigt die sechs häufigsten Störfaktoren im Kommunikationsprozess und wie sie in der Praxis wirken. Am Beispiel einer konkreten Kommunikationssituation ("Sie sind ganz schön schwierig!") wird analysiert, wie eine unscheinbare Aussage eskaliert, wenn Sender und Empfänger sie auf unterschiedlichen Ebenen verarbeiten. Die Teilnehmer lernen Frühwarnsignale für drohende Missverständnisse zu erkennen und Techniken zu nutzen, um im richtigen Moment einzugreifen, bevor eine Eskalation entsteht.

MODUL 4: Strategische Fragetechnik I — Die acht Fragetypen im Überblick

Fragen sind das wichtigste Steuerungsinstrument im Gespräch. Wer fragt, führt. Das Modul führt die acht zentralen Fragetypen ein und erklärt, wann welcher Typ eingesetzt werden sollte. Offene Fragen (W-Fragen) aktivieren den Gesprächspartner und liefern breite Informationen. Geschlossene Fragen (Ja/Nein-Fragen) sichern Vereinbarungen oder steuern auf ein Ergebnis hin. Bedarfsfragen erheben Wünsche, Anforderungen und Erwartungen. Rechtfertigungsfragen legen offen, warum ein Einwand besteht oder eine Kaufmotivation vorhanden ist. Prüffragen holen die Meinung des Gegenübers ein und kontrollieren die Gesprächsführung. Gegenfragen geben die Gesprächsinitiative zurück. Hypothetische Fragen öffnen den Raum für neue Möglichkeiten. Suggestivfragen lenken auf eine positive Antwort hin, sollten aber sparsam eingesetzt werden, da sie als Manipulation wahrgenommen werden können.

MODUL 5: Strategische Fragetechnik II — Fragestrategien im Kundengespräch

Einzelne Fragetypen zu kennen ist der erste Schritt. Sie in echten Gesprächs- situationen richtig zu kombinieren ist der zweite. Das Modul entwickelt Frage- strategien für die wichtigsten Gesprächsphasen im Vertrieb: Bedarfsermittlung (Welche Fragen liefern echte Information?), Einwandbehandlung (Wie öffnet man ein Gespräch, das sich gerade schließt?), Abschlussvorbereitung (Welche Fragen führen auf eine Entscheidung hin, ohne zu drängen?) und schwierige Gesprächssituationen (Reklamation, Preisdiskussion, Absage). Die Teilnehmer üben in Rollenspielen und erhalten direktes Feedback zu ihrer Fragetechnik.

MODUL 6: Nonverbale Kommunikation — Körpersprache lesen und verstehen

Mehrabian und andere Kommunikationsforscher haben gezeigt, dass der überwiegende Teil der Wirkung eines Gesprächs nonverbal entsteht: durch äußere Erscheinung, Haltung, Gestik und Mimik. Das Modul vermittelt, wie Körpersprache gelesen und eingeordnet wird. Was signalisiert eine geschlossene Körperhaltung? Wie wirkt Blick- kontakt in verschiedenen Kulturen? Welche Gesten stärken die eigene Aussage, welche untergraben sie? Die Teilnehmer lernen, aus dem Zusammenspiel von Haltung, Gestik und Mimik Rückschlüsse auf den emotionalen Zustand und die Aufnahmebereitschaft ihres Gesprächspartners zu ziehen.

MODUL 7: Kundenorientierte Gesprächsführung — Transfer in den Vertriebsalltag

Im letzten Modul werden alle Inhalte zu einem integrierten Modell zusammengeführt. Die Teilnehmer entwickeln für ihre eigenen wichtigsten Gesprächstypen (Erstgespräch, Folgegespräch, Reklamation, Preisverhandlung) einen persönlichen Kommunikationsleitfaden: Welche Fragetypen setzt man in welchen Phasen ein? Welche Störfaktoren müssen bei welchen Kunden besonders berücksichtigt werden? Welche Körpersignale sollten bewusst gesteuert werden? Der Transfer in den Vertriebsalltag ist das zentrale Ziel dieses Abschlussmoduls.

KI-BOOSTER (optional buchbar)

KI hat die Kommunikation zwischen Menschen nicht verändert. Sie kann aber helfen, Kommunikation besser vorzubereiten und im Nachgang systematisch auszuwerten.

Konkrete Einsatzszenarien:

  • Schwierige Gesprächssequenzen analysieren KI analysiert eine konkrete Gesprächssituation (als Text eingegeben oder beschrieben) und identifiziert, welche Kommunikationsfehler aufgetreten sein könnten: auf welcher Ebene die Kommunikation gestört war (Inhalts- oder Beziehungsaspekt), welche Störfaktoren wahrscheinlich eine Rolle gespielt haben und wie die Situation hätte entschärft werden können.
  • Gesprächsleitfäden entwickeln KI erstellt strukturierte Gesprächsleitfäden für wiederkehrende Vertriebssituationen (Erstgespräch, Einwandbehandlung, Preisverhandlung, Reklamation) auf Basis der im Seminar erlernten Fragetypen und Gesprächsphasen.
  • Fragetechnik trainieren KI simuliert verschiedene Kundentypen und -reaktionen, damit Teilnehmer Fragetechniken in einer risikofreien Umgebung üben können. Die KI gibt dabei direktes Feedback darauf, welche Fragetypen eingesetzt wurden und ob sie zur Situation gepasst haben.
  • Reaktionen auf Einwände und Missverständnisse formulieren KI hilft, klare und wirkungsvolle Antworten auf typische Einwände und Missver- ständnisse zu entwickeln: ohne Eskalation, ohne Unterwerfung, sachlich und lösungsorientiert formuliert.

Was KI dabei nicht ersetzt: die Wirkung, die ein Mensch durch Körpersprache, Tonlage und Persönlichkeit im direkten Gespräch erzeugt. Kommunikation bleibt ein menschliches Handwerk. KI unterstützt die Vorbereitung und Reflexion.

FORMAT UND ABLAUF

Das Seminar folgt dem didaktischen Standard der Früchtling Consulting Performance Academy (ARIVA-Methode): Jedes Modul beginnt mit einer realen Gesprächssituation aus dem Vertriebsalltag. Konzepte werden direkt auf die eigenen Gesprächspartner und typischen Situationen angewendet. Rollenspiele, Analyse-Übungen und kurze Reflexionsphasen wechseln sich ab. Am Ende des Seminars haben alle Teilnehmer einen persönlichen Kommunikationsleitfaden für ihre wichtigsten Gesprächstypen entwickelt.

Empfohlene Gruppengröße: 4 bis 12 Personen Dauer: 8,5 Stunden Netto-Schulungszeit (Pausen nicht eingerechnet)

BUCHUNG UND KONTAKT

Alle Trainings der Sales Architecture 360° sind als Inhouse-Schulung buchbar. KI-Booster auf Anfrage zubuchbar.

Früchtling Consulting | Hamburg Buchung@fruechtling-consulting.de www.fruechtling-consulting.de

Buchung & Termine

845,- €brutto pro Teilnehmer

entspricht 710,08 € netto zzgl. 19 % MwSt. (134,92 €)

Online · jederzeit frei buchbar
3–8 Teilnehmende · 1 Tag
845,- €bruttoTermin buchen
Präsenz · auf Anfrage
3–8 Teilnehmende · 1 Tag
845,- €bruttoAnfragen
Als Inhouse-Schulung für Ihr Team
Exklusiv für Ihr Unternehmen, Termin und Ort nach Absprache.
Inhouse anfragen